kita + Gemeindesaal | AACHENER STRAßE

Ein Dorf für Kinder und Erwachsene

Das Konzept dieses Kindergartens basiert auf der Struktur eines Dorfes als Leitgedanke für menschliche Beziehungen. Die Gruppierung und Gestalt zielen auf Interaktion und Identifikation der Kinder in einer geborgenen Umgebung. Die umfassende Blockrandbebauung bietet Schutz und unterstreicht die Idee eines Mikrokosmos. Alle Besucher werden durch eine Raumfolge verschiedener Plätze geleitet, die sich bestimmten Funktionen widmen und die Schwellen zwischen Öffentlich und Privat betonen. Der folgende Entwurf ist für einen fiktiven Ort geplant, allerdings bilden die angewandten Parameter die allgemeine Grundstruktur für die Umsetzung in anderen Blockrändern auch als Nachverdichtung in der Stadt.

 

Im Herzen des Dorfes befindet sich der introvertierte Innenhof, welcher als wichtiger Treffpunk gilt und von allen Gruppenräumen umschlossen ist. Insgesamt besitzt der Entwurf vier Gruppenhäuser, ein Verwaltungshaus und einen Gemeindesaal, der an die Bibliothek angeschlossen ist. Jedes Gruppenhaus beherbergt zwei Gruppenräume, einen multifunktionalen Raum sowie die notwendigen Nebenräume. Somit hat jedes Haus eine bestimmte Nutzung und Position im Stadtraum. Diese Gliederung sorgt für Vertrautheit sowohl für die Kinder als auch für die Erzieher. Mit Fokus auf die Nutzergruppe wurde eine spielerische Landschaft mit Nischen und Blickbeziehungen entwickelt, welche die Kommunikation und Entfaltung der Kinder fördert.

 

Ein zweigeschossiger Raum im Gruppenhaus verbindet das ganze innere Volumen und agiert als Kommunikationsraum für die kleine Einheit. Dieser Raum stellt durch die perforierte Fassade außerdem ein Zusammenspiel mit dem Außenraum dar, welches den Dialog erneut in den Vordergrund bringt. Die minimalistische Formensprache sorgt für Klarheit und Ausnutzung der Nutzfläche. Der Gruppenraum zum Beispiel besteht aus einem Rechteck, das je nach Anforderung durch ein einziges Schrankelement in zwei kleinere Räume geteilt werden kann. Der Raum wird hier beim Lernen im Alltag genutzt und transformiert. Er wird somit zum aktiven Akteur als dritter Pädagoge in der Entwicklung seiner Nutzer.

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